Traumtagebuch

Künstlerbücher

„Ich sehe, aber nicht mit den Augen. Ich höre, aber nicht mit den Ohren.
Ich spreche, und Andere sprechen mit mir, doch ohne Stimme.“ 
Helen Keller 

In mehreren Traumtagebüchern seit 2015 halte ich meine
Klarträume fest. Neben einer ausführlicheren Arbeit 2017
in der mixed media Installation „Traumkollektion“ entstehen
weitere Aquarelle und Notizen, die in dem Langzeitprojekt dokumentiert werden. 

Dreamdiaries

„I see, but not with my eyes. I hear, but not with my ears.
I speak and others speak to me, but without a voice.“
Helen Keller

Artist Books based on my lucid dreams. Beside an installation in 2017
„Traumkollektion“, the dreams are documented with text and drawings.
Ongoing since 2015.

Traum 26. zu 27. 11. 2021
Ich träume von rosafarbenen Schmetterlingsspinnen.

Dream 26. to 27. 11. 2021
Pinkbutterfly spider dream.

Traum 20. zu 21. 05. 2021
Zustandsveränderung
Eine künstlerische Arbeit verändert selbst ihre Form, ihren Zustand, ihre Farbe und
ihren Titel.

Dream 20. to 21.05. 2021
Change of state
An artistic work itself changes its form, its state, its color and
its title.

Traum 18. zu 19. 12. 2020
Eine Freundin verwandelt sich in einen weißen Skalar (Pterolphyllum scalare )
und schwimmt mit mir um die Wette, dabei wird sie von Motorbooten angefahren.
Ich rette sie und habe sie auf der Hand, bvor sie sich wieder zurück verwandelt.
Ein Doktor hilft ihr, packt sie in eine Art Kokon und spritzt diesen mit einer weißen
marshmallowartigen Masse aus, damit sie weich geschützt ist.

Dream 18. to 19. 12. 2020
A friend of mine turns into a white angelfish (Pterolphyllum scalare )
and swims around with me, getting hit by motorboats.
I rescue her and hold her in my hand before she changes back.
A doctor helps her, puts her in a kind of cocoon and injects it with
a white marshmallow-like mass to protect her softly.

Traum 20. zu 21. 04. 2020
Reinigungstablett
Ich bin eingeladen Kunst zu unterrichten. Kurz zuvor muss ich zur Toilettte.
In der Einrichtung (Hochschule) geben sie mir dafür ein Bambustablett mit verschiedenen
Dingen zur Reinigung. Das ganze Reinigungsritual dauert fast die komplette Unterrichtseinheit. Als ich zurück komme, habe ich lediglich ein paar Minuten Zeit.

Dream 20. to 21. 04. 2020
I am invited to teach art. Shortly before, I have to go to the toilet.
At the instituition (university) they give me a bamboo tray with various things for cleaning.
The whole cleaning ritual takes almost the entire lesson. When I come back, I only have a few minutes.

Pjöngjanggodzilla – Gartenhaus des Grauens


experimentelles Theater 70 min.,  2014

Kim Jong-il lässt zwei südkoreanische Filmstars entführen, um mit Ihnen einen ideologischen Monster-Trash-Film zu drehen. Eine wahre Geschichte.

Konzept, Regie, Raum, Film & Kostüme:
paper marriage (Amelie Hensel und Anna Kautenburger)

Dramaturgie: Holger Schröder
in Koproduktion mit der Sparte 4, Saaarbrücken, Saarländisches Staatstheater

In Nordkorea werden die Menschen auf unvorstellbar grausame Weise misshandelt, verfolgt und von allen »westlichen Einflüssen« abgeschottet.

Das hat den 2011 verstorbenen »geliebten Führer« Kim Jong-il nicht daran gehindert, seine Vorliebe für den Film, insbesondere für Hollywoodproduktionen und den japanischen Monstertrash der »Godzilla«-Filme exzessiv auszuleben.

Mit »Pulgarasi« schuf er 1985 seine nordkoreanische Version des Monsterfilms, für die er den bekannten südkoreanischen Filmregisseur Shin Sang-Ok und dessen Frau, die Schauspielerin Choi Eun-Hee, entführen ließ. Ein fiktives Gartenhaus, als mögliche Schaltzentrale des entführten Künstlerpaares, ist für »paper marriage« Ausgangspunkt ihrer eigenen künstlerischen Auseinandersetzung.

Im Durchspielen der Medienvorbilder und einer experimentellen Umsetzung mit Mitteln des Films, der Performance sowie des Theaters wollen sie der Geschichte hinter dem Film »Pulgarasi« auf den Grund gehen.

Sie beschäftigen sich mit der Frage, wie man mit dem Gewehrknauf im Nacken kreativ werden kann, ob Kim Jong-ils Seele in den Himmel oder die Hölle eingegangen ist und wie durch Schamanismus doch noch ein Happy End erreicht werden kann.

mit:
Anna Kautenburger
Florian Steiner


Kim Jong-il has ordered the kidnapping of two South Korean film stars for the making of an ideological Monster Trash movie. A true story.

Concept, Director, Production Design, Film & Costumes: paper marriage (Amelie Hensel and Anna Kautenburger)

Screenplay and artistic direction: Holger Schröder

In North Korea, people suffer unimaginably cruel abuse and persecution and are isolated from all ‘Western influences’.

This did not prevent “dear leader“ Kim Jong-il, deceased in 2011, to live out his passion for film in great excess, especially for Hollywood productions and Japanese ‘Godzilla’ Monster Trash movies.

With “Pulgarasi”, released in 1985, he was able to create a North Korean version of the Monster genre, for which he ordered the kidnapping of prominent South Korean film director Shin Sang-ok and his wife, actress Choi Eun-Hee. In its artistic exploration of this event, paper marriage uses a fictional garden shed as starting point and as a potential hideout for the kidnapped artist couple.

By playing with media role models and using an experimental approach with the mediums of film, performance art and theater, paper marriage intends to get to the bottom of the story behind the film “Pulgarasi”.

They deal with the question of how a person can be creative when held at gunpoint, whether Kim Jong-il’s soul ended up in heaven or hell and how Shamanism can still be used to achieve a happy ending.

with:
Anna Kautenburger
Florian Steiner